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20 Oktober 2020

Google Data Studio - Die ersten Schritte zum Report

Im September 2018 hat Google sein Reporting-Tool Google Data Studio auf den Markt gebracht. Wir zeigen euch, wie ihr das erste Dashboard erstellt.

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Google Data Studio – das im Herbst 2018 erschienene Datenvisualisierungstool von Google erfreut sich durch seine verhältnismäßig einfache Bedienbarkeit immer größerer Beliebtheit. Das kostenlos zur Verfügung gestellte Tool gehört zur Familie der Google Analytics 360 suite, auf der ebenfalls namenhafte Anwendungen wie Google Analytics oder Google Optimize vertreten sind.

Warum das Google Data Studio?

Wenn du in deiner Organisation mit Daten arbeitest, dann weißt du, wie viel Arbeit es sein kann, die richtigen Metriken klar, prägnant und visuell ansprechend zu präsentieren. Du magst es mit Daten zu arbeiten, aber du magst sicherlich keine überladenen Excel-Tabellen. Und obwohl die Standard-Dashboards von Google Analytics informativ sind, sind sie optisch nicht ansprechend und stoßen an ihre Grenzen.

Berichte können noch komplizierter werden, wenn du Daten verschiedener Quellen in einer einzigen Ansicht zusammenfassen möchtest. Ist es dein Ziel Google-Anzeigen und Facebook-Werbekampagnen nebeneinander zu analysieren? Eine Tabellenkalkulation reicht in diesem Fall nicht aus. Im Folgenden erfährst du, wie du mit dem Google Data Studio deine Daten zusammenführen kannst und Berichte und Dashboards erstellst.

Die Grundlagen

Datenquellen hinzufügen

Um das Google Data Studio mit Daten zu füttern werden sogenannte Connectors verwendet. Google bietet eigene 

Connectors

1

 an, mit denen du Daten aus gängigen Google Anwendungen (z.B. Google Ads) ziehen kannst oder auch die Daten aus deinen eigenen MySQL-Datenbanken verwenden kannst oder einfach CSV Dateien importieren.

Google Data Studio Dashboard

Google Data Studio Dashboard

Diese Connectors bieten dir eine tolle Möglichkeit, innerhalb von Sekunden die Daten aus deinen Google Anwendungen im Google Data Studio bereitzustellen.

Was allerdings, wenn die Daten, die du analysieren möchtest, nicht bei Google gespeichert sind bzw. du kein zentrales Data Warehouse hast, in dem deine Daten liegen? Beispielsweise mögen sich die Informationen zu deinen Marketingausgaben bei Facebook und LinkedIn befinden, die Informationen zu deinen Finanzen in einem separaten Programm zur Buchhaltung, wie etwa Debitoor oder SevDesk.

In diesem Fall hast du zwei Möglichkeiten, entweder du schreibst dein eigenes Skript in 

Google Apps Script

3

, oder du nutzt einen der Verfügbaren Partner-Connectors. Auf ersteres werden wir in einem gesonderten Beitrag dazu eingehen, da dies mehr Geduld und etwas Erfahrung im Entwickeln benötigt. Mit dem Angebot an Partner-Connectors erhältst du ein großes Angebot an Connectors (derzeit 180 Anbieter), mit denen du einfach und schnell deine Daten aus Facebook Ads, LinkedIn Ads und vielen weiteren Anwendungen erhalten kannst.

Das erste Dashboard

Wenn du nun deine Daten zusammen hast, dann geht es an die Berichterstellung. Das Data Studio bietet hier eine tolle Möglichkeit deine eigenen Berichte mit unzähligen Diagrammen, Tabellen, Charts, Linien und vielem mehr zu erstellen. Für diejenigen, die wie ich nicht die Geduld haben, lange an visuellen Darstellungen zu arbeiten, gibt es ebenfalls eine große Auswahl an fertigen Templates. Bei diesen Templates wählst du lediglich deine Datenquelle aus, um das Dashboard mit den Daten deiner Anwendungen zum Leben zu erwecken.

Google Analytics Übersicht

Google Analytics Übersicht

4 wichtige Fragen, die du dir stellen solltest:

1. Für wen ist das Dashboard?

Frage dich wer sich das Dashboard regelmäßig anschauen wird und welche Zahlen wichtig für diese Person sind. Ein Marketing-Verantwortlicher freut sich sicherlich über eine schöne Gegenüberstellung verschiedener Marketingkanäle eures Unternehmens, der Verantwortliche für Finanzen kann damit allerdings verhältnismäßig wenig anfangen.

2. Welche Kennzahlen sind relevant?

Gerade in Google Data Studio ist die Gefahr hoch von der eigentlichen Fragestellung abzukommen. Deshalb stelle dir immer die Frage, wie die aktuelle Kennzahl oder das Diagramm, dem Leser des Berichts für Ihn wichtiges Wissen vermittelt. Nur so ist sichergestellt, dass die Dashboards deinem Unternehmen einen wirklichen Nutzen bringen und nicht nur die Auswüchse von jemandem sind, der Spaß daran hat, schöne bunte Berichte anzusehen.

3. Wie häufig wird das Dashboard genutzt?

Wenn die Anzahl an verfügbaren Datensätzen relativ gering ist, bzw. generell nicht viele Daten zu deinem Unternehmen vorhanden sind, dann müssen nicht jeden Tag die aktuellen Zahlen analysiert werden. Gerade bei wenigen Daten ist die Aussagekraft aufgrund der geringen Stichproben gering. Wenn du allerdings viel Traffic auf deine Seite bringst oder Geld in bezahlte Werbung investierst, dann macht es durchaus Sinn, sich in regelmäßigen Abständen die aktuellen Änderungen anzusehen.

4. Ist Google Data Studio richtig für mich?

Google Data Studio, PowerBI oder Tableau, der Markt an Business Intelligence Anwendungen ist groß. Auch wenn Google Data Studio kostenlos und einfach zu bedienen ist, gibt es ebenfalls andere Anwendungen, wie beispielsweise Microsoft’s 

PowerBI

5

 , die in Betracht gezogen werden sollten. Gerade wenn deine Unternehmensdaten zu einem großen Teil auf dem Cloudienst von Microsoft liegen (Microsoft Azure), dann kann der Aufwand die Daten zu visualisieren mit PowerBI wesentlich angenehmer sein, als dies mit anderen Anwendungen der Fall wäre.

Fazit

Das Google Data Studio glänzt durch die einfache Bedienbarkeit und die schnelle Möglichkeit, schicke und sinnvolle Dashboards für dein Unternehmen bereitzustellen. Mit 17 eigenen Connectors und über 180 weiteren Partner-Connectors bietet Google damit ein super Angebot, um Daten aus verschiedensten Datenquellen zu vereinheitlichen und anschließen visualisieren zu können – und das kostenlos.

Logge dich einfach mit deinem Google Konto ein und lass' dir dein Bericht erstellen.

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